Aus dem aktuellen Rundschreiben von Martin (vom 01.September)  +++ Varroa +++ Auffütterung +++ Junge Königinnen +++ Oxalsäure bestellen +++ 

monatsbrief ivwwDer Korridor für die Varroabehandlung war bis jetzt sehr eng. Zuerst war es im August zu heiß und anschließend zu kühl, so dass vielfach nur eine eingeschränkte Behandlung möglich war. Ich hoffe, Ihr konntet die wenigen Tage, an denen eine optimale Behandlung möglich war, nutzen.
Im September wird es zunehmend schwieriger, weil die Temperaturen nachts auf unter 10 Grad absinken können. Die optimale Verdunstung, das wären 25 bis 30 ml pro Tag bei 2-zargigen Völkern, gelingt nur bei mindestens 15 bis 20 Grad in der Nacht und um die 25 Grad am Tag.
Da nur die 60 % Ameisensäure zugelassen ist, müßt ihr die günstigsten Wetterbedingungen unbedingt ausnutzen.
Fällt ab Mitte September bei den Völkern mehr als 1 Milbe am Tag, ist eine zweite Behandlung notwendig.
Beachtet dass nach einer Behandlung der Milbenfall 14 Tage anhält. Erst nach dieser Zeit haben wir wieder den natürlichen Milbenfall. Ihr solltet diesen Zeitraum zwischen zwei Behandlungen unbedingt einhalten, weil Ihr sonst keine vernünftige Aussage über den tatsächlichen Milbenbefall machen könnt.
Die Jungvölker, die auf einer Zarge sitzen, bekommen Ihre erste Behandlung erst in der zweiten Septemberhälfte mit 50 ml Ameisensäure, wenn mehr als 1 Milbe am Tag fällt. Da sie bei Ihrer Erstellung mit Oxalsäure eingesprüht wurden, kann man Ende August kaum Milbenfall feststellen. Weil sie aber im August stark in Brut gehen, im Gegensatz zu den Wirtschaftsvölkern deren Brutleistung kontinuierlich abnimmt, vermehren sich auch die Milben entsprechend.
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Die Wirtschaftvölker sollten so langsam aufgefüttert sein oder werden. 15 kg Futtersirup, wenn die Völker noch ein paar Kilo Futter gelagert haben, reichen in unserer Region zumeist aus. Wer auf Nummer sicher gehen will, legt noch ein zwei drei Kilo drauf. Damit das Futter angenommen wird legt ihr am Besten ein Stück Haushaltspapier über den Rand des Futterbehälters bis zur Rähmchenoberseite. Dann beträufelt ihr das Haushaltspapier mit etwas Sirup, legt quasi eine "Spur". Wichtig ist auch, dass die Schwimmhilfe nicht im Futterbehälter so absinkt, dass die Bienen nicht mehr nach oben herauskönnen. Sie brauchen auf jedenfall eien Aufstiegshilfe, da sie sonst zu Hauf im Sirup ertrinken.
Die Jungvölker bekommen Ihre abschließende Futtergabe erst Ende September. Im September werden sie wöchentlich mit 1 bis 2 Liter Sirup gefüttert, damit Platz für die Eiablage bleibt. Sie bekommen Ende des Monats ca 12 Kilo Futtersirup, wenn sie schon ein paar Kilo eingelagert haben.
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Königinnen des Jahrgangs 2018 stellen in der Saison 2021 ein Risiko da. Mit dann drei 3 Jahren besteht die Gefahr, dass ihre Leistung abnimmt und das Volk sich zur Unzeit zum Umweiseln entschließt. Schweren Herzens sollten wir sie im September oder Oktober durch eine junge Königinn ersetzen. Dies machen wir indem wir die alte Königin aus dem Volk herausnehmen und anschließend die junge einen Tag im geschlossenen Käfig dazu setzen.
Am zweiten Tag öffnen wir den Käfig, so dass nur noch ein Futterteigverschluss vorhanden ist.
Die Bienen befreien dann Ihre neue Königin. Wenn man reichlich Ableger im Frühjahr gebildet hat wird man in der Regel einige miteinander vereinigen um die nötige Volksstärke zu erreichen. Die dabei überzähligen Jungköniginnen nutze ich zur Königinnenverjüngung in den Altvölkern. Schwächere Wirtschaftsvölker nutze ich zur Verstärkung meiner Ableger. Ich kehre die Bienen vor den zu verstärkenden Ableger, zur Sicherheit befestige ich ein Absperrgitter vor dem Flugloch für den unwahrscheinlichen Fall, dass die alte Königin den Einzug des Volkes in den Ableger überlebt. Das mache ich schon vor dem Einfüttern. Je nach Volksstärke bekommt der Ableger eine zweite Zarge und wird anschließend gefüttert.
Nächste Woche Donnerstag am 10.9. findet um 19.00 Uhr unser Vereinstreffen am Christopherushof statt.
Ihr seid herzlichst eingeladen.
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Nochmal zur Erinnerung: Bis zum 15.9. könnt ihr bei mir noch die Oxalsäure für die Winterbehandlung bestellen. 
50 ml für ein starkes 2-zargiges Volk kosten 1.30€. Der Liter kostet 20,00 €.
Schreibt mir eine E-mail.
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Am 10.9. treffen wir uns zur nächsten ImkerInnenversammlung um 19.00 Uhr im Christopherushof.
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